Mit Unterstützung von Pro Weiden werden wir auch noch eine Unterschriftenaktion in der Fußgängerzone durchführen und zwar am
Samstag, den 20. März 2010 von 9 Uhr – 12 Uhr
Dort wird Hubert Treml ( B.O.S.S. ) ein eigens für diesen Anlass
komponiertes Lied („Auf geht’s nach Berlin !“) vorstellen und die
großartigen „King Size Youngsters“ werden ebenfalls ihr Können unter
Beweis stellen. Vielleicht haben Sie Zeit und Lust, am 20. März zu
kommen?! Dann würden wir uns sehr freuen, Sie dort begrüßen zu dürfen!
Welch ein Theater im Stadtteilzentrum Neue Mitte. Der Inhalt bewegt und regt zum Nachdenken an. Das Zwei-Personen-Theaterstück „Elly und Ingo“ von ueTheater aus Regensburg hat Rechtsextremismus zum Thema und ist speziell für Schulen ausgelegt. Oftmals wird es in Unterrichtsblöcke eingebaut, die dieses Thema betreffen. Das Theaterstück wurde im Zuge des Bündnistreffens von „Weiden ist bunt.“ aufgeführt.
Aktionsbündnistreffen Weiden ist bunt. Willkommen geheißen wurden die Mitglieder des Aktionsbündnisses von Frau Barrois, der Vorsitzenden der „Initiative“. Sie gab einen kurzen Überblick über die Geschichte des Stadtteils Stockerhut, der bis heute immer wieder Flüchtlinge aufgenommen hat. Im Anschluss informierte die Stadträtin Maria Luise Deyerling über vergangene und zukünftige Veranstaltungen des Aktionsbündnisses Weiden ist bunt. Ein Augenmerk gilt dem Event „Weiden läuft bunt.“, das am 02.April 2010 von Weiden nach Berlin starten wird.
Juliane Braun von der Landeskoordinierungsstelle Bayern gegen Rechtsextremismus stellte sich vor. Sie betreut beim Weidener Stadtjugendring die Oberpfalz und steht mit Rat und Tat zur Verfügung. So ist sie Ansprechpartner für Personen, die gegen Nazis aktiv werden wollen, für Opferberatung und weitere Sachverhalte zum Thema Rechtsradikalismus.
Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kliniken Nordoberpfalz AG: Ärzte, Pflegepersonal und Verwaltungskräfte hatten die wunderbare Idee, einige Monate lang Unterschriften für die Weidener Menschenrechts- und Demokratieerklärung zu sammeln und diese dann nach einem Lauf von Weiden nach Berlin unserer Bundesregierung zu übergeben. Unser Bündnis hat diese Idee natürlich sehr gerne aufgegriffen! Wenn nun am 2. April die Teilnehmerinnen und Teilnehmer dieses Ultra-Marathons in Weiden ihren Lauf nach Berlin starten, werden sie hoffentlich viele, viele Unterschriften mitnehmen können, die sie dann zwei Tage und ca. 425 km später überreichen können. Die Übergabe der Unterschriften möchten wir nicht nur als eine symbolische Aktion verstanden wissen. Damit verbinden wir ebenso die dringende Bitte an die Bundesregierung, auch künftig bürgerschaftliches Engagement gegen Extremismus und für Demokratie zu unterstützen. Ganz konkret sollten so wertvolle Einrichtungen wie „Exit Deutschland“ und die vielen aktiven Bündnisse in Wunsiedel, Gräfenberg, Dortmund, Berlin und zahlreichen anderen deutschen Städten sicher sein dürfen, von unserer Bundesregierung auch in Zukunft die notwendige Unterstützung für ihre Arbeit zu erhalten.
In seinem Vortrag informiert Thomas Witzgall über die Aktivitäten der
Neonazis, macht auf die rechtsradikalen Strukturen und Vorfälle in der
Oberpfalz aufmerksam, sensibilisiert zur inhaltlichen Auseinandersetzung
mit deren Gruppierungen und fordert zum Handeln auf: Was kann man
dagegen tun? Wie sieht Rechtsextremismus in der Oberpfalz derzeit aus?
(Foto:Weidenline.de)
Die Auslieferung von Iwan Demjanjuk nach Deutschland erntete im Frühjahr
2009 große mediale Aufmerksamkeit. Demjanjuk wird die Beihilfe zur
Ermordung von 29.000 Menschen im Vernichtungslager Sobibor angelastet.
Ulrich Fritz, wissenschaftlich…er Mitarbeiter der KZ Gedenkstätte
Flossenbürg, spricht zwei Themenkomplexe an. Zum einen stellt er die
besondere Tätergruppe der „Trawniki–Männer“ vor, zu denen Demjanjuk
gehörte. Zum anderen zeigt er anhand des idealtypischen Falls Demjanjuk,
wie sich verschiedene Nachkriegsgesellschaften mit NS–Verbrechern und
Tätern auseinander setzten – oder auch nicht.
Dr. Jörg Skriebeleit analysiert in einem
neuen Buch die Wahrnehmungs- und Rezeptionsgeschichte des
Erinnerungsortes Flossenbürg. Er skizziert nicht nur die Diskurse über
das Lager. Er… beleuchtet gleichzeitig den Umgang mit dem historischen
Ort. Einen Schwerpunkt legt er dabei auf die Darstellung der Akteure.
Besondere Beachtung findet hierbei die Kommune Flossenbürg, deren
Haltung zum früheren Konzentrationslager sich allmählich vom Stigma zum
„Standortfaktor“ wandelte.