Theaterprojekt „acht.acht.“ mit SchülerInnen gegen Rechtsradikalismus und Intoleranz

Mit dem Projekt „acht.acht.“ wendet sich der BDKJ Diözesanverband Bamberg gegen Rechtsradikalismus und Intoleranz. Das Projekt wird in Kooperation mit Kunstdünger – die Agentur für Kulturdesign in Nürnberg – und dem Referat für Glaubensbildung durchgeführt.

Worum geht es?
Schüler, die an Schauspiel und Theater interessiert sind, haben an einem Casting teilgenommen. Dieses hat letztlich acht SchülerInnen hervorgebracht, die zusammen mit dem Theaterpädagogen Jean-Francois Drozak von Kunstdünger in fünf Tagen ein Theaterstück einstudieren werden.

Mit dem Theaterstück setzen sich die SchülerInnen mit der Problematik des Abdriftens junger Menschen in rechtsextreme Kreise und Gruppierungen auseinander und leisten durch die Aufführung für verschiedene Schulen gleichzeitig Präventionsarbeit im Hinblick auf andere SchülerInnen. Von Samstag, 14.05.2011 bis Dienstag 17.05.2011 proben die SchülerInnen das Stück ein, am Dienstagabend ist öffentliche Premiere und von Mittwoch, 18.05.2011 bis Freitag, 20.05.2011 finden Aufführungen für alle Schulen Weidens statt. Die Agentur Kunstdünger betreut die DarstellerInnen, bringt Ausstattung mit und stellt Material zur Vor- und Nachbereitung im regulären Unterricht zur Verfügung.

Das Aktionsbündnis „Weiden ist bunt“ unterstützt das Projekt ausdrücklich und hat sich bei der Stadt Weiden auch für die Finanzierung stark gemacht. Das Jugendzentrum ist Veranstalter und Veranstaltungsort.


Hier gibt es eine Beschreibung zum Download.

1.Mai Veranstaltungen

Am diesjährigen 1. Mai nimmt das Aktionsbündnis „Weiden ist bunt“ an den traditionellen Veranstaltungen von DGB und Heimatring teil. In der Zeit von 12.00 Uhr bis 14.00 Uhr gibt es „Kulinarisches & Kulturelles“.

Aktionsbündnis besucht die KZ-Gedenkstätte Flossenbürg

Weiden ist bunt auf Spurensuche in der Gedenkstätte Flossenbürg

Flossenbürg. Auf vielfachen Wunsch aus den eigenen Reihen geht das Aktionsbündnis „Weiden ist bunt“ gemeinsam mit dem Leiter der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg, Dr. Jörg Skriebeleit, auf einen geschichtlichen Rundgang durch das ehemalige KZ-Gelände. Knapp 25 Bündnisteilnehmer folgen dieser Einladung mit Expertenführung.

Einleitende Worte sprechen sowohl die Bündnissprecherin Luise Deyerling als auch Dr. Jörg Skriebeleit. „Geschichte wird gemacht“, so sagt er. Dies erkennt man auch aus dem Verhalten der Menschen, der Politik und den Einheimischen selbst zur Thematik.

Tod auf dem Appellplatz
Nach einem kurzen Fußweg erreicht die Gruppe den so genannten Appellplatz. Er war ein Ort des Schreckens und der menschlichen Erniedrigung. Da es im KZ keine Gaskammern gab, wurden dort öffentliche Hinrichtungen ausgeführt – unter anderem durch den Galgen oder Erschießungskommandos. Die schwere Arbeit im Steinbruch forderte auch ihren Preis. So kann man sagen, dass die Leute hier einfach „abgestorben“ sind.

Entwürdigung im Häftlingsbad
Schwere Momente sind es, als ehemalige Häftlinge bei einem Überlebendentreffen das „Bad“ betreten, erzählt Skriebeleit. Plötzlich sind die Erinnerungen wieder da, als ob die Taten erst gestern gewesen wären. Zu viel Leid mussten die Gefangenen dort erdulden, hätten sie hier nicht nur ihre Kleider, sondern ihre Seelen verloren.

An den Wänden sieht man Spuren von Durchbrüchen – ein Teilnehmer bemerkt diese. Manches in der Gedenkstätte solle bewusst nicht rekonstruiert werden, obwohl die Möglichkeiten gegeben wären, meint Skriebeleit daraufhin.

Durch die Ausstellungen
Wer durch die erste Ausstellung schreitet bemerkt eine Foto-Wand. Zu sehen sind die Opfer vor Ihrer Zeit der Gefangenschaft. „Es soll hier etwas an Würde zurückgegeben werden“, gibt Skriebeleit an.
Weiter geht es in die Häftlingsküche gegenüber, in der die aktuelle Ausstellung mit dem Titel „Was bleibt“ zu sehen ist. Was nach der Befreiung des Konzentrationslagers mit den Überlebenden und mit den Tätern passierte und wie der Ort selbst seine Vergangenheit aufgearbeitet hat, wird hier beleuchtet.

(Text mit freundlicher Genehmigung von Weidenline.de)

3. Internationale Konferenz zur Holocaustforschung

Zum 66. Jahrestag der Befreiung des KZ Auschwitz fand in Berlin die 3. Internationale Konferenz zur Holocaustforschung statt. Die Bundeszentrale für politische Bildung in Kooperation mit Kulturwissenschaftlichem Institut Essen und der Stiftung Gedenkstätte Deutscher Widerstand hatte dazu am 27./28./29.Januar 2011 eingeladen. Die diesjährige Konferenz hatte das Thema Helfer, Retter und Netzwerker des Widerstands.

Die Sprecherin unseres Aktionsbündnisses Maria Luise Deyerling hat auf Einladung der Bundeszentrale daran teilgenommen.

Eröffnet wurde die Veranstaltung vom Bundesminister des Inneren Thomas de Maziere, den Eröffnungsvortrag hielt Ladislaus Löb, der Autor des Buches „ Geschäfte mit dem Teufel“.

Einen Eindruck der Veranstaltung erhalten Sie unter:
www.dradio.de/dlf/sendungen/studiozeit-ks/1379046/

www.konferenz-holocaustforschung.de

Infoblatt zur Konferenz

Internationale Begegnungstage in Weiden

Internationale Begegnungstage in Weiden

Weiden. „Gemeinsam sind wir Weiden“, unter diesem Motto stehen die Internationalen Begegnungstage bis zum 3. Februar 2011, die mit einem bunten Rahmenprogramm viel Abwechslung im Zeichen des friedlichen Miteinanders bieten. „Integration in unserer Stadt nicht nur zu predigen, sondern zu leben, das ist mir als Weidens Oberbürgermeister sehr wichtig“, betont Schirmherr Kurt Seggewiß zur Eröffnungsveranstaltung im großen Saal im „Haus der Evangelischen Gemeinde“. Stolz verweist der OB darauf, dass die Max-Reger-Stadt von der Bundesregierung als „Ort der Vielfalt“ ausgezeichnet wurde. Deshalb beteiligen sich an den „Internationalen Begegnungstagen 2011“ auch viele mit der Migrationsarbeit beschäftigte Organisationen, wie beispielsweise das Jugendzentrum, das Rote Kreuz, das Aktionsbündnis „Weiden ist bunt“, das Bündnis für Familie „Die Initiative e.V.“, die Diakonie, der Verein „Neue Zeiten“, der „Deutsch-Griechische Freundschaftsverein“, die Landsmannschaft der Russlanddeutschen und die Caritas. Immerhin leben in Weiden Zuwanderer aus 50 Nationen.

„Jeder Einzelne aus den vielen vertretenen Nationen bringt seine eigene Geschichte mit und hofft, bei uns eine neue Heimat zu finden. Wir haben uns zum Ziel gesetzt, sie nicht alleine zu lassen, sondern ihnen beizustehen und miteinander mehr zu erreichen“, so Weidens Stadtoberhaupt.

Das bunte Pogramm des großen Familienfestes eröffnet Natalija Dammer mit einem selbst komponierten Klavierstück. Natalija zeigt später einen rassigen spanischen Tanz. Nach den einleitenden Worten von Irina Sollfrank, von der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland begrüßen Abgeordnete der verschiedenen Nationen – Frankreich, Griechenland, Kasachstan, Russland, Türkei, USA und der Gastgeber Deutschland – mit den jeweiligen Flaggen die zahlreichen Gäste. Durch das umfangreiche Programm moderieren Irina Sollfrank und Kerstin Kandlbinder vom Jugendzentrum. Am großen, gut bestückten internationalen Buffet gibt es kalte und warme Spezialitäten aus den verschiedenen Ländern.

Vorurteile mindern
Der Vorsitzende des türkischen Arbeiterkulturvereins, Abdullah Ugur betont, dass es wichtig sei, dass viele Menschen andere Kulturen ihrer Mitmenschen kennen lernen, um Vorurteile abzubauen. Und so machen auch die Musik, die Kunst, die Tänze und das Essen diesen Nachmittag so lebendig. Viel beachtet und bestaunt, auch die umfangreiche Ausstellung von Bildern und Skulpturen der Malgruppe des Maria–Seltmann–Hauses unter der Leitung von Lisa Weishäupl. Die Trommelgruppe des Bündnisses für Familie, „Die Initiative e.V.“, Tänze der Kindergruppe „Kaleidoskop“ der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland und die „Türkische Folkloregruppe“, sie alle tragen zum Gelingen des harmonischen Familienfestes bei. Im kleinen Saal des Vereinshauses gestaltet das Team vom Jugendzentrum (JUZ) mit Julia Zimmermann das Kinderprogramm mit Malen, Basteln und Schminken.

Im JUZ in der Weidener Frühlingsstraße wird vom 26. Januar bis zum 3. Februar bei freiem Eintritt die Wanderausstellung „Anders ? – cool !“ gezeigt. Sie behandelt die Lebenssituationen Jugendlicher mit Migrationshintergrund und wird von der Fachoberschule Weiden unterstützt. Zehn Praktikanten der FOS führen die zahlreichen Schulklassen durch die Präsentation. Anmeldungen und Auskünfte zu den Führungen unter www.juz.de oder unter (0961) 2 98 97. Stadtführungen in verschiedenen Sprachen im Rahmen der Begegnungstage werden vom Integrationsbeauftragten der Stadt Weiden, Thomas Hentschel, durchgeführt. Anmeldung unter (0961) 81 50 02.

(Text mit freundlicher Genehmigung von Weidenline.de – Autor: Jürgen Wilke)