Auch wenn es in Weiden seit den Aufmärschen von 2009 und der kläglich gescheiterten rechten Flyerverteilaktion zum letzten Schultag des vergangenen Schuljahres relativ ruhig war, ist Weiden kein nazifreier Raum. Wie der Presse zu entnehmen ist, gab es auf die Asylbewerberunterkunft den Versuch eines Brandanschlages. Glücklicherweise waren die Täter Dilettanten oder schlichtweg Überalkoholisiert, so dass letztlich nichts Gravierendes passierte. Aber, dass zumindest bei einem der Täter von einem fremdenfeindlichen Hintergrund ausgegangen werden kann, lässt die Alarmglocken läuten. Und es zeigt, wir müssen an diesem Thema dran bleiben; Demokratie, Freiheit, Respekt und Toleranz gibt es nicht zum Nulltarif. Wir müssen immer wieder aufs Neue dafür werben und dafür einstehen. Mehr als erschreckend ist auch der Umstand, dass bei den beiden anderen Tätern, vielleicht kein entsprechender ideologischer Hintergrund vorhanden zu sein scheint, aber dennoch keinerlei Unrechtsbewusstsein über die geplante und dann ausgeführte Tat bestand. Sie haben einfach mitgemacht! Dass Menschen zu Schaden kommen können, haben sie billigend in Kauf genommen. Und gerade in dieser Gleichgültigkeit gegenüber menschlichem Leben liegt eine große Gefahr.
„Weiden ist bunt“ steht für ein friedliches und respektvolles Miteinander vieler verschiedener Kulturen, Religionen und Orientierungen. Der Versuch in welcher Form auch immer, einem Menschen sein Mensch-sein abzuerkennen ist falsch und wird von uns geächtet.
Wir erklären uns solidarisch mit den Menschen, die mit friedlichen Absichten in unser Land und in unsere Stadt kommen und unsere Hilfe und unseren Schutz brauchen!
Die Max-Reger-Schule hat es gezeigt: Wir wollen miteinander Teil einer Gesellschaft sein, in der alle mit Respekt voreinander leben. Es bleibt zu hoffen, dass es noch viele andere Einrichtungen gibt, die mit ihrer ganz eigenen Kreativität, ebenfalls Stellung beziehen und ihren Beitrag leisten für ein „buntes Weiden“.
Kategorie-Archiv: Allgemein
Kein Bayerntag der NPD!
Am Samstag, 18. Juni 2011 wird die NPD ihren jährlichen Bayerntag in Mainleus OT Schwarzach, Landkreis Kulmbach abhalten. Geplant ist eine Sonnwendfeier mit Liedermachern und Kinderbetreuung und den Rednern Udo Voigt, Ralf Ollert und Sascha Roßmüller.
Wir wollen keine Neonazis in Oberfranken!
Kommt alle, um den Neonazis zu zeigen, dass wir sie nicht haben wollen. Wir wollen sie nicht in Mainleus, nicht in Oberprex, nicht in Wunsiedel, Buchhofen und auch in keinen anderen Städten! Für Rassismus, Faschismus und Antisemitismus ist in unserer Gesellschaft kein Platz.
Es macht keinen Sinn, zu schweigen, wenn Neonazis vor Ort Veranstaltungen ankündigen! Wunsiedel, Warmensteinach oder Gräfenberg zeigen, dass man aktiv werden und gemeinsam Flagge zeigen muss gegen die Umtriebe der Neonazis!
Wir rufen deshalb am 18.6.2011 um 13 Uhr zu einer Demonstration auf.
Dieser Aufruf wird unter anderem bereits unterstützt von DGB Oberfranken-Ost, SPD Bezirk Oberfranken, der evangelischen und der katholischen Kirche, der evangelischen Jugend, die GRÜNEN, die LINKE, IG Metall, Projektstelle gegen Rechtsextremismus, Bad Alexandersbad, KAB Bamberg, Linkes Bündnis Haßberge, Freie Wähler KV Kulmbach, Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes/Bund der AntifaschistInnen Kreis Bamberg (VVN/BdA), c.o. Günter Pierdzig, Grüne Jugend Bayreuth, Aktionsbündnis „Weiden ist bunt“:
Der geplante Ablauf in Mainleus/OT Schwarzach ist:
Kurzer Auftakt mit Begrüßung um 13 Uhr an der Abzweigung Adolf-Geyer-Straße danach Demonstrationszug bis zur Abzweigung Alte Straße/Unterführung Bundesstraße (Fa. Pondor)
Abschlußkundgebung mit Rednern und voraussichtlich mit offenem Mikrofon, offizielles Ende 15.30 Uhr.
Anmerkungen:
Am 18.6.2011 heiratet ein Brautpaar in der Kirche in Schwarzach. Um ihnen einen reibungslosen und schönen Hochzeitstag zu gewährleisten, werden wir uns nach einer kurzen Begrüßung zügig in Bewegung setzen, damit wir die Trauungsgäste nicht behindern!
Bitte nehmt keinen Alkohol mit zur Demo und verhaltet euch in dem kleinen Ort friedlich, damit sich die Anwohner nicht ärgern!
Lasst uns gemeinsam aufstehen und den Neonazis zeigen, dass wir in unserer Gesellschaft keinen Platz für sie haben.
Für weitere Informationen bitte per Mail an:
Tina Krause, DGB Oberfranken-Ost
Simon Moritz, SPD Bezirk Oberfranken
Anfahrt: Bitte fahrt mit den Autos an der Ausfahrt Schwarzach-West von der Bundesstraße herunter. Beim Friedhof gibt es Parkmöglichkeiten! Anders kommt ihr nicht zur Demonstration!
Hier gibt es die Informationen zum Download
Die Max-Reger-Schule Weiden wird „Weiden ist bunt“-Schule!

Im Rahmen der laufenden Comenius-Woche, veranstaltet die Schule am Donnerstag, 26.05.2011, zusammen mit ihren Partnerschulen aus Estland, Bulgarien, Polen und Türkei einen Projekttag mit einer Vielzahl interessanter Angebote. Die SchülerInnen und Lehrkräfte bekennen sich damit zur Vielfalt in ihrer Einrichtung und unserer Gesellschaft und beziehen klar Stellung gegen Ausgrenzung und für Toleranz, Respekt und Demokratie.
Interessierte sind herzlich eingeladen von 9.30 Uhr bis 13.00 Uhr die Veranstaltung zu besuchen.
Schirmherr ist Oberbürgermeister Kurt Seggewiß.
Informations- und Diskussionsveranstaltung – Schützenhilfe für Neonazis?
Schon seit Jahren existiert in Amberg eine rechte Szene, die eng in bayern- und bundesweite Strukturen eingebunden ist. Immer öfter versuchen die Rechten durch Infostände, Konzerte und Veranstaltungen ihre menschenverachtende Propaganda in Amberg zu verbreiten. Trotzdem behauptet die Amberger Stadtspitze weiter, in Amberg gäbe es keine rechte Szene. Gerade als Veranstaltungsort für Konzerte und Propagandaveranstaltungen genießt Amberg einen „guten Ruf“ bei den süddeutschen Nazis, da sie sich hier ungestört versammeln können. Robert Andreasch, Journalist und Soziologe, hat für den bayerischen Rundfunk über die Naziszene im Raum Amberg recherchiert. Seine Recherchen belegen, dass sich die Amberger Naziszene nicht nur in dunklen Kellerkneipen trifft, sondern auch in Vereinslokalen wie dem der Schützen-gesellschaft Kleinraigering. In seinem Referat wird Robert Andreasch seine Rechercheergebnisse noch einmal vorstellen und nachweisen, dass sich die Nazis im Raigeringer Schützenheim mehrmals, ganz offen und ohne Tarnung, einmieten konnten. Desweiteren wird es um die Frage gehen, ob Naziaktivitäten in Amberg bewusst verharmlost werden. Im Anschluss wird Robert Andreasch näher auf die Strukturen und Aktivitäten der Naziszene im Raum Amberg und der Oberpfalz eingehen.
Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die neofaschistischen Parteien oder Organisationen angehören, der neofaschistischen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.
Informations- und Diskussionsveranstaltung mit Robert Andreasch (Journalist) am 24. Mai 2011 um 19 Uhr im Kummert Bräu, Amberg
Hier gibt es den Flyer zum Download
Kulinarisches & Kulturelles zu den 1.Mai-Veranstaltungen

Am diesjährigen 1. Mai nimmt das Aktionsbündnis „Weiden ist bunt“ an den traditionellen Veranstaltungen von DGB und Heimatring teil. In der Zeit von 12.00 Uhr bis 14.00 Uhr gibt es „Kulinarisches & Kulturelles“. Parallel zu den Zielen des Aktionsbündnisses beteiligt sich die Stadt Weiden durch das Anbringen eines Schildes am Neuen Rathaus an der bundesweiten Initiative „Respekt! Kein Platz für Rassismus“. Die Wurzeln liegen im Fußball, jedoch soll sich der Gedanke von der Sport- in die Arbeitswelt fortpflanzen.
Vortrag von Yaacov Lozowick: Europas Blick auf Israel / Vorurteile-Fakten-Perspektiven

Das Aktionsbündnis Weiden ist bunt und die KZ Gedenkstätte Flossenbürg laden gemeinsam zu einer interessanten Veranstaltung ein.
Am 17. Mai 2011 um 19 Uhr hält Herr Yaacov Lozowick einen Vortrag im Saal der Regionalbibliothek zum Thema:
Europas Blick auf Israel / Vorurteile-Fakten-Perspektiven
Die anschließende Diskussion wird moderiert von Dr. Jörg Skriebeleit.
Herr Lozowick lebt in Israel und hat dort lange Jahre als Archivleiter von Yad Vashem gearbeitet. Er ist ein leidenschaftlicher Streiter für die Sicherheit und Anerkennung Israels. Als hervorragender Kenner des Nahostkonflikts nimmt er faktenreich und mit klaren Argumenten zu allen Fragen Stellung, gerade auch zu heiklen Themen wie dem Siedlungsbau, der Staatsgründung und den verschiedenen Kriegen.
Auf Deutsch hat er das wichtige Buch „Israels Existenzkampf“ veröffentlicht und betreibt einen viel beachteten Blog über Israel und die Region http://yaacovlozowick.blogspot.com