Bündnistreffen und Theater: Elly & Ingo

Welch ein Theater im Stadtteilzentrum Neue Mitte. Der Inhalt bewegt und regt zum Nachdenken an. Das Zwei-Personen-Theaterstück „Elly und Ingo“ von ueTheater aus Regensburg hat Rechtsextremismus zum Thema und ist speziell für Schulen ausgelegt. Oftmals wird es in Unterrichtsblöcke eingebaut, die dieses Thema betreffen. Das Theaterstück wurde im Zuge des Bündnistreffens von „Weiden ist bunt.“ aufgeführt.


Aktionsbündnistreffen Weiden ist bunt.
Willkommen geheißen wurden die Mitglieder des Aktionsbündnisses von Frau Barrois, der Vorsitzenden der „Initiative“. Sie gab einen kurzen Überblick über die Geschichte des Stadtteils Stockerhut, der bis heute immer wieder Flüchtlinge aufgenommen hat.
Im Anschluss informierte die Stadträtin Maria Luise Deyerling über vergangene und zukünftige Veranstaltungen des Aktionsbündnisses Weiden ist bunt. Ein Augenmerk gilt dem Event „Weiden läuft bunt.“, das am 02.April 2010 von Weiden nach Berlin starten wird.

Juliane Braun von der Landeskoordinierungsstelle Bayern gegen Rechtsextremismus stellte sich vor. Sie betreut beim Weidener Stadtjugendring die Oberpfalz und steht mit Rat und Tat zur Verfügung. So ist sie Ansprechpartner für Personen, die gegen Nazis aktiv werden wollen, für Opferberatung und weitere Sachverhalte zum Thema Rechtsradikalismus.

Antwortschreiben Bundesministerin Dr. Kristina Schröder, MdB

Vorstellung der Weiden läuft bunt Infostände

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kliniken Nordoberpfalz AG: Ärzte, Pflegepersonal und Verwaltungskräfte hatten die wunderbare Idee, einige Monate lang Unterschriften für die Weidener Menschenrechts- und Demokratieerklärung zu sammeln und diese dann nach einem Lauf von Weiden nach Berlin unserer Bundesregierung zu übergeben. Unser Bündnis hat diese Idee natürlich sehr gerne aufgegriffen! Wenn nun am 2. April die Teilnehmerinnen und Teilnehmer dieses Ultra-Marathons in Weiden ihren Lauf nach Berlin starten, werden sie hoffentlich viele, viele Unterschriften mitnehmen können, die sie dann zwei Tage und ca. 425 km später überreichen können.
Die Übergabe der Unterschriften möchten wir nicht nur als eine symbolische Aktion verstanden wissen. Damit verbinden wir ebenso die dringende Bitte an die Bundesregierung, auch künftig bürgerschaftliches Engagement gegen Extremismus und für Demokratie zu unterstützen. Ganz konkret sollten so wertvolle Einrichtungen wie „Exit Deutschland“ und die vielen aktiven Bündnisse in Wunsiedel, Gräfenberg, Dortmund, Berlin und zahlreichen anderen deutschen Städten sicher sein dürfen, von unserer Bundesregierung auch in Zukunft die notwendige Unterstützung für ihre Arbeit zu erhalten.

Zeitungsartikel Der Neue Tag

Fit gegen (un-)rechte Gewalt | KEB Neustadt Weiden

In seinem Vortrag informiert Thomas Witzgall über die Aktivitäten der Neonazis, macht auf die rechtsradikalen Strukturen und Vorfälle in der Oberpfalz aufmerksam, sensibilisiert zur inhaltlichen Auseinandersetzung mit deren Gruppierungen und fordert zum Handeln auf: Was kann man dagegen tun? Wie sieht Rechtsextremismus in der Oberpfalz derzeit aus?
(Foto:Weidenline.de)

„Fußvolk des Genozids“ – Iwan Demjanjuk und die Trawniki-Männer

Die Auslieferung von Iwan Demjanjuk nach Deutschland erntete im Frühjahr 2009 große mediale Aufmerksamkeit. Demjanjuk wird die Beihilfe zur Ermordung von 29.000 Menschen im Vernichtungslager Sobibor angelastet. Ulrich Fritz, wissenschaftlich…er Mitarbeiter der KZ Gedenkstätte Flossenbürg, spricht zwei Themenkomplexe an. Zum einen stellt er die besondere Tätergruppe der „Trawniki–Männer“ vor, zu denen Demjanjuk gehörte. Zum anderen zeigt er anhand des idealtypischen Falls Demjanjuk, wie sich verschiedene Nachkriegsgesellschaften mit NS–Verbrechern und Tätern auseinander setzten – oder auch nicht.

Weiden, Regionalbibliothek

Dienstag, 01.12.09
Beginn 19 Uhr
Eintritt frei

Buchvorstellung: Erinnerungsort Flossenbürg | Buchhandlung Rupprecht Weiden

Dr. Jörg Skriebeleit analysiert in einem neuen Buch die Wahrnehmungs- und Rezeptionsgeschichte des Erinnerungsortes Flossenbürg. Er skizziert nicht nur die Diskurse über das Lager. Er… beleuchtet gleichzeitig den Umgang mit dem historischen Ort. Einen Schwerpunkt legt er dabei auf die Darstellung der Akteure. Besondere Beachtung findet hierbei die Kommune Flossenbürg, deren Haltung zum früheren Konzentrationslager sich allmählich vom Stigma zum „Standortfaktor“ wandelte.

Weiden, Buchhandlung Rupprecht, Dr.-Pfleger-Str. 6

Montag, 16.11.09
Beginn 20 Uhr
Eintritt frei

(Foto: E.Schmidt)