Am Freitag, 25. Juni 2010 um 19:00 Uhr rollt Weiden unter der Schirmherrin Tanja Koller bunt zur Weidener Skate Night. Start ist an der Bgm.-Probst-Straße neben dem Volksfestplatz.
Unsere Route:
Startpunkt: Bgm-Probst-Straße (neben Volksfestplatz) – Süd-Ost-Tangente – Moosbürger Straße – Dr.-Seeling-Straße – Bahnhofstraße – Weigelstraße – Dr.-Pfleger-Straße – Bürgermeister-Prechtl-Straße – Ledererstraße – Sebastianstraße – Gabelsbergerstraße – Rotkreuzplatz – Dr.-Martin-Luther-Straße – Turnerweg – unter B22 zu TC – Radweg entlang der B22 – Radweg bis TÜV – Friedrich-Ebert-Straße – Ludwig-Wolker-Weg
Anschließend ist Sonnwendfeier auf dem DJK-Gelände mit Musik!
Die „Allianz gegen Rechtsextremismus in der Metropolregion Nürnberg“ tritt mit aller Entschiedenheit rechtsextremen Parteien, Organisationen und Gruppierungen entgegen, die mit der Menschenwürde und dem Gleichheitsprinzip des Grundgesetzes unvereinbare Grundsätze propagieren.
Deshalb solidarisiert sich die „Allianz gegen Rechtsextremismus“ mit der Stadt Bamberg, dem „Bamberger Bündnis gegen Rechtsextremismus“ und engagierten Bürgerinnen und Bürgern gegen den NPD Parteitag und veranstaltete ihre zweite Mitgliederversammlung zeitgleich und in unmittelbarer Nähe zu diesem Treffen.
Auf Grund unserer Vergangenheit haben wir eine besondere Verantwortung dafür, dass Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus in Deutschland und anderswo nie wieder einen Nährboden finden.
Daher fordert die „Allianz gegen Rechtsextremismus in der Metropolregion Nürnberg“ die Politikerinnen und Politiker auf Bundes-und Landesebene auf:
– alle Voraussetzungen für ein NPD-Verbot zu schaffen und ein NPD-Verbot einzuleiten
– rechtsextreme Parteien von der Parteienfinanzierung oder anderer staatlicher Finanzierung auszuschließen
– die Handlungsmöglichkeiten der Kommunen, der Vermieter von Hallen und Sälen gegenüber verdeckten oder offenen Anmietungen durch rechtsextreme Parteien und Vereinigungen auszuweiten
– den Schutz von Bürgerinnen und Bürgern, die sich gegen Rechtsextremismus engagieren, zu erhöhen, insbesondere auch durch verbesserte Schutzrechte bei Hassaufrufen, Veröffentlichungen von Fotos und Anschriften sowie bei rechtsextremen Übergriffen
– die internationale Zusammenarbeit bei der Bekämpfung des Rechtsextremismus zu intensivieren. Dazu zählt auch die Anpassung entsprechenden Rechts auf internationaler und europäischer Ebene sowie eine Harmonisierung des Internetrechts.
Verabschiedet von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Mitgliederversammlung am 4. Juni 2010 in Bamberg
Im Zeichen von „Weiden läuft bunt.“ starten knapp 2000 Läufer ihren Lauf
quer durch Weiden. Über ein wahres Farbenmeer an bunten Trikots konnten
die Besucher beim Nofi-Lauf 2010 sehen.
Die Strecke startet bei der Agentur für Arbeit, geht über das
Betriebsgeländer des Medienhauses „Der neue Tag“, über die Bahnhofstraße
Richtung Klinikum, durch die Weidener Altstadt und über die
Kurt-Schumacher-Anlage zurück zur Agentur für Arbeit.
In der Altstadt geht es vom Unteren Tor am Alten Rathaus vorbei, an dem
die Läufer von Schülern der Pestalozzi-Schule trommelnd empfangen
werden, hinauf zum Oberen Tor und Richtung Neues Rathaus.
Das Wichtigste nach dem Sport: viel trinken. Im Festzelt werden im
Anschluss die Sieger geehrt und mit Musik wird weitergefeiert.
Vergangene Woche traf sich das Aktionsbündnis im großen Saal des Weidener Stadtarchivs, um über die vergangenen Aktionen sowie geplante Projekte und Umstrukturierungen zu sprechen.
Auf der Tagesordnung stehen u.a. ein Rückblick auf die letzten Aktionen. Das Highlight ist sicherlich der Staffellauf von Weiden nach Berlin gewesen. „Weiden läuft bunt.“.
Weiter wurde der Gustav-von-Schlör-Schule in Weiden (FOS/BOS Weiden) das Siegel „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ verliehen. Es ist ein Symbol dafür, dass die Schüler verstärkt zu Toleranz und Zivilcourage erzogen werden sollen.
An der FOS/BOS Weiden fand auch ein Zeitzeugengespräch statt. Schüler und Lehrkräfte können dabei mit ehemaligen KZ-Häftlingen sprechen und so einen konkreten Blick auf die Geschichte werfen.
Ein runder Tisch mit Schulen ist geplant, der sich aus Vertretern jeder Schule in Weiden und dem Aktionsbündnis zusammensetzt, um wichtige Informationen gezielter zu verbreiten.
Die „Kinder vom Kloster Indersdorf“ (ehemalige KZ-Häftlinge) waren aus vielen Teilen der Welt in unsere Gegend angereist, um über die Vergangenheit zu sprechen. Auch ein gemeinsames Abendessen mit Oberbürgermeister Kurt Seggewiß und ein Besuch der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg stehen auf dem Programm.
Ein neuer Beirat soll im Bündnis etabliert werden. Er setzt sich aus Vertretern der Kirche, Politik, Vereinen und weiteren Personen zusammen und soll das Bündnis weiter in die Gesellschaft rücken. Die Vorstellung der Kandidaten ist beim nächsten Treffen geplant.
WIB ist von der „Allianz gegen Rechtsextremismus in der Metropolregion Nürnberg“ eingeladen, an einer Podiumsdiskussion in Bamberg teilzunehmen. Die Mitglieder des Bündnisses beschließen einstimmig den Beitritt zu dieser Allianz und die Teilnahme an der Diskussionsrunde. Tanja Koller soll das Aktionsbündnis dort vertreten.
Schmierereien mit rechtsradikalem Hintergrund im Stadtgebiet sind zu beobachten. Dies sind eindeutig kriminelle Handlungen und werden hart bestraft.
WIB hilft anderen Aktionsbündnissen. Wenn sich Fragen ergeben sollten, steht unser Bündnis mit Rat und Tat zur Seite. Ein Anruf genügt.
Von den Mitgliedern kommt die Idee in der Zeit zwischen den Bündnistreffen einen Stammtisch einzurichten.
Auch Andreas Klier vom Bündnis ist immer offen für Vorschläge. Man kann sich mit ihm unter der Mailadresse in Verbindung setzen.
Im Anschluss an das Treffen wird in Zusammenarbeit mit der Jüdischen Gemeinde in Weiden und im Rahmen der Veranstaltungsreihe „65 Jahre Kriegsende“ der Film „Mazel Tov“ vorgeführt. Darin wird die Situation beleuchtet, dass 500.000 Juden in der Roten Armee gekämpft haben. Stalin möchte davon aber nichts wissen. Der Film spielt in Frankfurt am Main und dokumentiert (Lebens-) Geschichten von Russland nach Deutschland immigrierter Juden.
Im Vortragssaal des Stadtarchivs Weiden geht Prof. Dr. Michael Brenner
(Bildmitte) in seinen Ausführungen auf die Juden aus Weiden und der
Region ein. Kurz die jüdische Geschichte vor 1945 angerissen, gibt er
weiter einen kleinen Einblick, wie sich die jüdische Kultur bei uns
weiter entwickelte.
Die Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde in Weiden, Frau Dr. Renate
Konrad, begrüßt ebenso die Gäste aus Politik und dem gesellschaftlichen
Leben und macht die Besucher auf das Buch „Die Juden in der Oberpfalz“
aufmerksam.
Vor 65 Jahren wurde das KZ-Flossenbürg befreit. Für einen Gedenkakt
trafen sich rund 500 Gäste, darunter 60 Überlebende des Holocausts.
In den vielen Reden und Ansprachen wurde immer wieder unterstrichen, wie
wichtig es ist, die Erinnerung an die Vergangenheit wach zu halten.
In dem Konzentrationslager in der Oberpfalz waren zwischen 1938 und 1945
mehr als 100.000 Häftlinge interniert, 30.000 starben. Am 23. April
1945 wurde es von US-Soldaten der 90. Infanterie-Divison befreit.