Die Sulzbacher Synagoge – Fahrt zur ehemals ’schönsten Synagoge Deutschlands‘ mit der KEB

Datum: 13.10.2013
Abfahrt: 10.30 Uhr Abfahrt in Weiden
Rückkehr: Gegen 16.00 Uhr in Weiden
Kosten: 12,00 €
Veranstalter: KEB Neustadt-Weiden e.V.


Die Sulzbacher Synagoge – Bildungsfahrt mit der KEB zur ehemals „schönsten Synagoge Deutschlands“. Der Architekt der Prager Synagoge, Alfred Grotte, bezeichnete sie 1913 als „einen der schönsten Synagogenbauten Bayerns, vielleicht sogar Deutschlands.“

Ablauf:
10.30 Uhr | Abfahrt am Neuen Rathaus in Weiden
10.35 Uhr | Abfahrt Pendlerparkplatz Frauenricht an der A93
11:30 Uhr | Führung durch die Synagoge mit der frisch eröffneten Ausstellung zum jüdischen Leben
12:30 Uhr | Mittagessen im historischen Brauereigasthof Sperber-Bräu
14:00 Uhr | Führung durch die Seidel-Druckerei; anschl. Möglichkeit zum Kaffee
16:00 Uhr | Ankunft in Weiden

Anmeldung unter www.keb-weiden.de oder Tel: 0961/ 6349464-2. Die Kosten für Bus und Führungen belaufen sich auf 12,00€. Als Referent führt Dr. Markus Lommer, Stadtheimatpfleger Sulzbach-Rosenberg.

Foto: Stadtarchiv Sulzbach-Rosenberg – Thilo Hierstetter

Laut gegen Rechts – Konzert im JuZ

Datum: 11.10.2013
Einlass: 19.00 Uhr
Beginn: 20.30 Uhr
Ort: Jugendzentrum Weiden
Adresse: Frühlingstraße 1 | 92637 Weiden
Eintritt: 4€ Abendkasse
Vorverkauf: Der neue Tag, Stadtjugendring Weiden, Schülercafé Scout, Regionalbibliothek Weiden


Beim Konzert „Laut gegen Rechts“ erwarten euch u.a. „William’s Orbit“, „Juri & Jiri Buffkacovic Orkesta“ und die „404 Whizzkids“.

William’s Orbit:

https://youtu.be/CHfCZ5I1VaM

William’s Orbit- Das ist eigens komponierte englischsprachige, gitarrenorientierte Musik, gestützt von sattem Tastenspiel, frischen Beats und durch eine unvergleichbar individuelle Stimme.

In das Genre Indie Rock lässt sich die Musik wohl am ehesten einordnen. Eigenwillig, ausdrucksstark und unverwechselbar. Der gelebte Lifestyle des Rock’n’Roll bringt auf der Bühne pure Emotion rüber.

Besetzt ist die Band durch Sänger und Sologitarrist Siegfried Häusler, Leadgitarrist Michael
Siegel, Schlagzeuger Bastian Holl, Bassist Lukas Höllerer und Organist Christian Gold.

Juri & Jiri Buffkacovic Orkesta:

https://youtu.be/Pc1dkk-98Cs

Die Mission lautet: Tanzen bis die Füße glühen! Das zehnköpfige Orchester um Juri den Saxophonkompressor und Jiri den Akkordeondrücker versucht den Beat, der die Welt
regiert mit Einflüssen osteuropäischer Musik zu schwängern, um damit Zuhörern jeden Alters Freude am Leben und der Welt zu schenken. Entstanden im März 2010, verselbstständigte sich eine pure Spaßaktion zu einem ernstzunehmenden Projekt, das
einen kleinen Beitrag zur kleinen musikalischen Vielfalt in unserer Region leisten will.

Folkloristische Melodien werden entstaubt, mit einem schiebenden Groove versehen und mit Spielfreude garniert, vier Bläser, ein Akkordeon, ein Bass, ein Schlagzeug, eine EGitarre und zwei wunderhübsche singende Matrjoschkas werden auch dich die Schwerkraft spüren lassen. Noch Fragen? Kommen, zuhören, tanzen, leiden, lieben !

Buffka! Buffka!

404 Whizzkids:

Ist das noch Punkrock? Das muss jeder selbst entscheiden! Seit 2010 bringen die 404 Whizzkids ihre eigenen Songs, die ihnen das Leben geschrieben hat, aus dem Proberaum mit auf der Bühne. Songs mit einfachen Geschichten und echten Gefühlen. Genauso unverfälscht: die Coversongs von Simple Plan, Sum 41 oder Good Charlotte, die sie sich ausgesucht haben, um ihre Sets zu füllen.

Zeitungsbericht ‚Der neue Tag‘: Laute Töne gegen Rechts

Veranstaltungen des „Freundeskreis Israel in Regensburg und Ostbayern e.V.“

Wir möchten Sie auf zwei interessante Veranstaltungen des „Freundeskreis Israel in Regensburg und Ostbayern e.V.“ hinweisen:

Gespräch mit Holocaust-Überlebenden Pavel Hofmann am Donnerstag, 10.10.2013 um 15 Uhr an der Universität Regensburg

Vortrag Carmen Matussek: „Friedenshindernisse Israels Verhandlungspartner und was sie nicht auf Englisch sagen.“
am Donnerstag, 31.10.2013 ebenfalls an der Universität Regensburg.

Lesungen mit Buchhändler Stangl: Damals war es Friedrich

Gedanken des Buchhändlers Martin Stangl von der Buchhandlung Stangl & Taubald zu seinen Lesungen aus dem Buch „Damals war es Friedrich“ an Weidener Schulen

Seit meiner Schulzeit beschäftige ich mich mit der Geschichte des 3. Reiches. Schon damals las ich sehr viel über das Leben unter der nationalsozialistischen Herrschaft. Nach meiner Berufsausbildung zum Buchhändler war es mir ein Anliegen, bei jungen Leuten Aufklärung über die Schreckensherrschaft von Hitler zu betreiben. Ende der 1980er Jahre entdeckte ich ein Buch, das bis heute für mich eines der besten Jugendbücher über diese Zeit ist: „Damals war es Friedrich.“ (Hans Peter Richter) Zwei Jungen wachsen im selben Haus auf und gehen in die selbe Schulklasse. Jeder wird als einziges Kind von verständnis- und liebevollen Eltern erzogen. Selbstverständlich werden sie gute Freunde und jeder ist in der Familie des anderen daheim. Doch Friedrich Schneider ist Jude und allmählich wirft der Nationalsozialismus seine Schatten über ihn. Langsam gleitet die Geschichte aus der heilen Kinderwelt in ein unfassbares Dunkel.

Mehrfach bekam ich bereits die Gelegenheit, Teile dieses Buches in Schulklassen vorzulesen und im Anschluss darüber zu diskutieren. Ich erlebte die Ergriffenheit junger Menschen, die plötzlich die Unmenschlichkeit des nationalsozialistischen Terrorregimes hautnah verspürten.

Medienquelle: dtv Verlag München

Infoblatt des dtv Verlags zum Buch – Damals war es Friedrich

Lesung mit Journalist Niklas Frank

Datum: 7.10.2013
Uhrzeit: 19.00 Uhr
Ort: Regionalbibliothek Weiden
Adresse: Scheibenstraße 7 | 92637 Weiden
Eintritt: 7 Euro | 5 Euro ermäßigt für Kinder, Senioren & Menschen mit Behinderung
Vorverkauf: Der neue Tag, Stadtjugendring Weiden, Schülercafé Scout, Regionalbibliothek Weiden
Dauer: ca. 1 Stunde
Medienmaterial: Niklas Frank, Mario Chavarria


Ein Auszug aus dem Leben Niklas Franks:
Geboren in München am 9. März 1939, wuchs ich bis 1945 in Krakau und Fischhausen am Schliersee in Oberbayern auf. Mein Vater Hans Frank war Generalgouverneur des Generalgouvernements von Polen. Es umfasste jene Teile, die nach dem Überfall der Deutschen auf Polen nicht ins Deutsche Reich eingegliedert wurden. Mein Vater war als Hitlers Stellvertreter im Generalgouvernement politisch verantwortlich für die Ausrottung von Juden, Polen und Ukrainern. In seinem Machtbereich lagen die Vernichtungsleger Treblinka, Sobibor, Belzec und Majdanek, in denen das europäische Judentum ermordet wurde. Im Nürnberger Prozess gegen die Hauptkriegsverbrecher wurde er wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Kriegsverbrechen zum Tode durch den Strang verurteilt und am 16. Oktober 1946 hingerichtet.

Ich selbst machte in Wyk auf Föhr 1959 mein äußerst miserables Abitur und studierte anschließend in Kiel und München neun Jahre lang Jura, Geschichte, Soziologie und Germanistik, ohne je einen Abschluss fertig gebracht zu haben. Durch Zufall wurde ich Drehbuchautor (Spielfilm mit Volker Schlöndorff, Vorabendserie für den WDR, Tatort mit Herbert Rosendorfer) und Journalist (Herrenzeitschrift ER, Playboy, Welt am Sonntag und Stern). Beim Stern arbeitete ich 23 Jahre lang bis zum Vorruhestand 2002. Zunächst als Buchredakteur, später als Kulturressortleiter und die letzten zehn Jahre als Auslandsreporter mit Schwerpunkt auf Krieg und Krisengebiete.

Weil mich die verlogene Stille in Deutschland über die deutschen Verbrechen, an denen mein Vater aktiv beteiligt war, ein Leben lang nicht los ließ, veröffentlichte ich 1987 mein Buch gegen Hans Frank: „Der Vater – eine Abrechnung“. 2005 folgte ein Buch gegen Brigitte Frank: „Meine deutsche Mutter“. In diesem Jahr, 2013, beendete ich mit „Bruder Norman!“ (Dietz Verlag) die Trilogie über eine deutsche „Täterfamilie“. In diesem Buch zeige ich, wie die lebenslangen Folgen für Kinder solcher Eltern sein können. Der Untertitel von „Bruder Norman!“ zeigt deutlich die Falle, aus der eine Rettung nur schwer möglich ist: „Ich weiß, mein Vater war ein Naziverbrecher, aber ich liebe ihn“.
Ich selbst ließ mir mein Leben nie durch meine Eltern ruinieren, genoss es seit Jugendtagen und schrieb ich zu meinem Vergnügen (und dem einiger Leser) das Buch „Raubritter – Reichtum aus dem Hinterhalt: Das erschröckliche und geheime Leben der Heckenreiter und Wegelagerer“ (2002).

Mit den Büchern gegen meine Eltern toure ich seit Jahrzehnten auf Einladung durch Schulen, Universitäten und Kulturvereine, um aufzuzeigen, wie eine Familie jede Moral verlieren kann, wenn sie sich kritiklos einer menschenverachtenden Ideologie hingibt. Und: Wie ihre Nachkommen nicht frei und selbstbestimmt zu leben vermögen, weil in deutschen Familien die Nazi-Vergangenheit der Eltern und Großeltern krampfhaft verschwiegen wurde – und wird.


Zeitungsbericht ‚Der neue Tag‘: Dem Vater nie verziehen

Peer Education

Peer Educators der Hans-Scholl-Realschule:
Mit dabei sind die Schüler Lukas Enders, Ralph Hanauer, Michael Kreitinger und Jonas Berndt.

Ihre Aussage:
„Für uns Schüler der Hans-Scholl-Realschule ist es wichtig, dass das unendliche Leid von Millionen von Menschen im 3. Reich allen Jugendlichen von heute bewusst bleibt. Dazu verpflichtet der Name unserer Schule.“



Peer Educators der Gustl-Lang-Wirtschaftsschule:
Die Beweggründe der Schülerinnen, am Anne-Frank-Projekt teilzunehmen:

Jana Schepelew:
Ich finde das Themengebiet Nationalsozialismus sehr interessant und beschäftige mich mit diesem Thema bereits seit zwei Jahren im Rahmen von Projektunterricht. Hier haben mich vor allem die Gespräche mit Zeitzeugen des KZ Flossenbürg sehr beeindruckt. Ich möchte gerne das Thema an andere Jugendliche weitergeben, vor allem vor dem Hintergrund, dass die Zeitzeugen bald nicht mehr sein werden.

Laura Ebeling:
Mich interessiert das Thema Nationalsozialismus. Ich beschäftige mich vor allem damit, um eine Antwort auf die Fragen „Wieso?“, „Weshalb?“, „Warum?“ zu erhalten.

Alea Aures:
Mir ist es wichtig, andere Jugendliche für das Thema Nationalsozialismus zu interessieren. Das ist mein Beitrag dazu, zu verhindern, dass sich diese Geschichte wiederholt.



Peer Educators des Kepler-Gymasiums:
Die Beweggründe der Schüler, am Anne-Frank-Projekt teilzunehmen:

Felix Alt:
„Ich möchte gerne am „Peer-Guide“ – Seminar teilnehmen, weil ich mich sehr für die neue deutsche Geschichte interessiere und ich beruflich im Bereich der Geschichtswissenschaft tätig werden möchte.“

Simon Grajer:
„Ich möchte gerne am „Peer-Guide“ – Seminar teilnehmen, da mich Geschichte fasziniert und ich zugleich andere Menschen an der Faszination Geschichte teilhaben lassen möchte. Des Weiteren möchte ich die Geschichte bzw. das Arbeiten mit Geschichte und die Erforschung der Geschichte zu meinem Beruf machen, wofür ich dieses Seminar als sehr hilfreich erachte.“

Sebastian Winterl:
„Warum ich an diesem Projekt mitwirken möchte?
Die Geschichte von Anne Frank und ihr berühmtes Tagebuch sind ein Beispiel für Hilfsbereitschaft, die ihr und ihrer Familie in dieser dunklen Zeit zuteilkam, aber auch für Verrat und unermessliches Verbrechen. Es stellte ein dunkles Kapitel für Deutschland dar – deshalb sollten wir die Menschen informieren, damit es in Deutschland nie wieder zu einer Verfolgung von Minderheiten kommt.“

Felix Lang:
„Ich möchte gerne Besucher durch die Anne Frank Ausstellung in Weiden führen, weil ich mich schon immer sehr für Geschichte, vor allem für die des 20. Jahrhunderts, interessiere. Ich finde es wichtig, dass die Verbrechen des Nationalsozialismus immer im Gedächtnis der Menschen präsent sein sollten und dies möchte ich den Besuchern der Ausstellung u.a. nahebringen.“

Zeitungsbericht ‚Der neue Tag‘: 30 junge Experten für ‚Deine Anne‘