‚Im Netzwerk liegt die Kraft‘ – Kriterien für die Zusammenarbeit gegen Rechtsextremismus

6. Dezember 2013, 10.30 Uhr und 7. Dezember 2013, 13 Uhr

Veranstaltungsort: Dietrich-Bonhoeffer-Haus, Ziegelstraße 30, 10117 Berlin
Evangelische Akademien in Deutschland in Kooperation mit der Bundeszentrale für politische Bildung, der Fachhochschule Düsseldorf und der Evangelischen Akademie zu Berlin

In jedem Bundesland gibt es Orte rechtsextremer Aktivität. Wo Neonazis auftreten, organisiert sich zivilgesellschaftlicher Widerstand. Dafür existieren quer durchs Land unterschiedliche Bedingungen und verschiedene Koalitionen. Freiwillige und von öffentlichen Akteuren initiierte Netzwerke bilden sich.

Im Rahmen einer bundesweiten Fachtagung wir Bilanz gezogen, nach Bedingungen für Erfolg gefragt und strittige Themen diskutiert. Zu diesem Erfahrungsaustausch sind Engagierte aus Initiativen gegen Rechtsextremismus und Menschenfeindlichkeit herzlich eingeladen.

Der Tagungsbeitrag liegt inklusive Übernachtung im Doppelzimmer und Verpflegung bei 20,00 Euro. Sofern die Reisekosten nicht über Ihre Initiative abgerechnet werden können, werden die Aufwendungen auf Antrag erstattet. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Die Anmeldung wird erst wirksam, wenn Sie vom Veranstalter eine Teilnahmezusage erhalten haben.

Das vorläufige Programm ist abrufbar unter:
www.evangelische-akademien.de
www.bpb.de
, Tel: (030) 203 55 – 515

Weiterbildung „HandlungsKOMPETENZ“ zum Thema Rechtsextremismus

Wir möchten Sie auf die Weiterbildung „HandlungsKOMPETENZ“ aufmerksam machen. Zielgruppe sind Sozialarbeiter und Pädagogen (z.B. Schulsozialarbeiter), die mit rechtsextrem orientierten oder gefährdenden Jugendlichen arbeiten. In der Weiterbildung sollen sowohl das handlungsrelevante Fachwissen zu Rechtsextremismus vertieft als auch praxisnahe Handlungskompetenz erworben werden.

Umfang/Dauer:

  • drei Module à zwei Tage (14 Zeitstunden pro Modul)
  • zwei individuelle Coaching-Termine à eine Stunde und Abschlusskolloquium zur schriftlichen Darstellung eines Betreuungsfalls (ca. fünf DIN-A4-Seiten) im Rahmen des letzten Moduls
  • ein Nachbereitungstag zum Bildungscontrolling



Termine
Modul 1: 28.11.2013 – 29.11.2013
Modul 2: 16.01.2014 – 17.01.2014
Modul 3: 13.02.2014 – 14.02.2014
Nachbereitungstag: 11.04.2014

Die Weiterbildung wird im Rahmen des Bundesprogramms „Toleranz fördern – Kompetenz stärken“ gefördert.

Einen Flyer mit weiteren Informationen können Sie hier herunterladen.

Anne-Frank-Feature des LTO im Jugendzentrum

Abendveranstaltung: 25.11.2013
Uhrzeit: 19.30 Uhr
Eintritt: 9,00 €

Dauer: ca. 45 Minuten
Ort: Jugendzentrum Weiden
Adresse: Frühlingstr. 1 | 92637 Weiden


Der neue Ausweichtermin für das Theater ist der 25.11.2013.

Wie konnte das passieren? Die wahrscheinlich ewig währende Frage nach dem „Warum“ der Gräuel des Nationalsozialismus treibt in diesem Herbst ein Theaterexperiment an. Ausgehend von den Tagebuchtexten der Anne Frank schlüpfen Schauspieler der Akademie für Darstellende Kunst in Regenburg in die Rollen von Zeitgenossen des berühmten NS-Opfers. KZ-Häftlinge, Nationalsozialisten und Familienmitglieder Anne Franks erzählen die Geschichte aus ihrer Sicht.

Das Anne-Frank-Feature begleitet die Ausstelllung „Deine Anne- ein Mädchen schreibt Geschichte“ im Jugendzentrum Weiden.

Die Darsteller:
Marietta Holl, Magdalena Meier, Anna-Lena Sailer, Anna Schindlbeck, Eva Trautmann, Fabian Schleicher, Ole Bosse.


Dies war das Anne-Frank-Feature des Landestheaters Oberpfalz im Weidener JuZ

Hier möchten wir Ihnen das Video zum Anne-Frank-Feature des Landestheaters Oberpfalz im Weidener JuZ präsentieren. Diese überaus gelungene Aufführung, in der das Publikum mit einbezogen wurde, bildet den Abschluss der Veranstaltungsreihe zu der Anne-Frank-Ausstellung.

Video: https://youtu.be/NPWg0sHNPNU


Gang durch die Veranstaltungen des Anne-Frank-Rahmenprogramms

Ein Monat voller Emotionen, Informationen, Erkenntnissen und Unterhaltung liegen hinter uns. Gerne präsentieren wir euch heute einen Gang durch die Veranstaltungen des Anne-Frank-Rahmenprogramms und lassen es so Revue passieren. Wir bedanken uns noch einmal bei den vielen Personen, die mit Ihrem Eifer dies ermöglichten.

Gesamtvideo-Impressionen von allen Veranstaltungen der Anne-Frank-Ausstellung: https://youtu.be/b3tvVrSrPcY

2013: Auszeichnung für Bündnis „Weiden ist bunt“ – 2000 € Preisgeld im Wettbewerb „Aktiv für Demokratie und Toleranz“

344 Vereine und Initiativen sind im Jahr 2012 dem Aufruf des „Bündnisses für Demokratie und Toleranz & gegen Extremismus und Gewalt (BfDT)“ gefolgt und haben sich im Wettbewerb „Aktiv für Demokratie und Toleranz“ beworben. Die eingegangenen Bewerbungen wurden durch die Geschäftsstelle des BfDT ausgewertet und als fachlicher Vorschlag dem Beirat des BfDT zur endgültigen Entscheidung vorgelegt. Der Beirat hat seine Entscheidung getroffen. Insgesamt 67 PreisträgerInnen werden mit Preisgeldern zwischen 2.000 Euro und 5.000 Euro prämiert. In offiziellen Preisverleihungen, die in Kooperation mit Städten und Gemeinden im Jahr 2013 in ganz Deutschland stattfinden, werden die Preisträger geehrt und ausgezeichnet.

Das „Bündnis für Demokratie und Toleranz & gegen Extremismus und Gewalt (BfDT)“ wurde am 23. Mai 2000 durch die Bundesministerien des Inneren und der Justiz gegründet.
Ziel dieses Bündnisses ist es, das zivilgesellschaftliche Engagement für Demokratie und Toleranz in unserem Land sichtbar zu machen und möglichst viele Mitbürgerinnen und Mitbürger zum Einsatz für unsere Demokratie zu ermutigen und anzuregen.

Klezmer Schulband Carl-s-son im Haus der Evangelischen Gemeinde

Datum: 26.10.2013
Beginn: 19.00 Uhr
Ort: Haus der Evangelischen Gemeinde St. Michael
Adresse: Wolframstraße 2, 92637 Weiden
Band: Gymnasium Neustadt a.d.WN.
Kooperation: Christlich-Jüdische Gesellschaft
Eintritt: kostenlos, Spenden erwünscht


Carl-s-son, die etwas andere Schulband.

Was ist das eigentlich: KLEZMER?

Diese Frage stellen sich nicht nur die Zuhörer auf unseren Konzerten immer wieder.
Diese Frage haben sich auch die mutigen Schülerinnen und Schüler der „ersten Generation“ dieser Band gestellt, als ich im Schuljahr 2010/11 den Vorschlag machte, ein solches Projekt ins Leben zu rufen.
Am Anfang waren wir drei Quer-, zwei Block-Flöten, Klavier, Schlagzeug, Perkussion und zwei Gitarren, die da jeden Donnerstagnachmittag probten und experimentierten.
Musik und experimentieren? Sind wir hier in Chemie?
Noch so eine Frage.
Zu den Probentagen in Ensdorf im Juli 2011 vergrößerte sich die Klezmerband schlagartig, da einige Schülerinnen und Schüler neugierig wurden, was ich da mit der „ersten Generation“
anstelle. Celli, Geigen, Klarinetten gesellten sich zu uns und aus kleinen Experimenten wurden große Versuchsanordnungen.
Beim Sommerkonzert 2011 präsentierten wir dann erstmalig unsere Bemühungen und wie ich glaube, das mit großem Erfolg.
Und auch wieder vielen Fragen? Was ist das eigentlich „Klezmer“ und warum verschwindet der Herr Kraus eigentlich plötzlich von der Bühne und warum spielt da gerade jeder was und wann er will und komischerweise hört sich das ja trotzdem richtig gut an und wieso können da lauter verschiedene Instrumente spielen, die ja eigentlich gar nicht zusammen passen? So anders, so fremd, so unkonventionell.

Erste Schulwoche September 2011. Einteilung der Wahlfächer.
Jetzt war es an mir zu fragen:
„Wie soll ich neunzehn Schüler in einer Band unterbringen?“
Das war und ist meine Frage und Herausforderung dieses Schuljahr gewesen und zum Weihnachtskonzert hatte ich sie dann endlich beantwortet.
Ich mache es einfach.
Eine avantgardistische Weihnachtsgeschichte mit Textzeilen aus dem Weihnachtsevangelium, verbunden mit jüdischer Musik. Schöne Geschichte!

Klezmer ist in erster Linie die Musik der Juden Osteuropas. Wandernde Musiker zogen mit Ihren Instrumenten durchs Land und spielten auf Hochzeiten, Beerdigungen, religiösen Feiern und anderen Festen. Meist waren die Musiker alleine oder in sehr kleinen Gruppen unterwegs und wenn sie sich mit anderen Musikern trafen, dann spielten sie einfach zusammen. Ohne lange Proben und in jeder nur denkbaren instrumentalen Besetzung.
Die ursprüngliche Klezmermusik besteht aus einfachen und meist sehr kurzen Melodien die sich jeder gut merken konnte. Und dann? Dann wurde improvisiert was das Zeug hält.
Improvisation, das ist das Experiment in der Musik. Probieren was zusammen passt. Was harmoniert und was nicht? Und wenn man es nur lange genug spielt dann harmoniert es doch.
Klezmer ist immer ein wenig wehmütig und melancholisch aber trotzdem voller Energie und Lebensfreude. Und deswegen kann dasselbe Stück bei fröhlichen Anlässen genauso gespielt werden, wie bei traurigen.
Klezmermusik wandelbar und wunderbar.


Ich vergleiche die Musik gerne mit einem Unwetter mit Blitz, Donner, Sturm und Hagel und trotzdem scheint auch die Sonne immer etwas hervor und es entsteht ein Regenbogen.
Für mich ist jedes Stück ein Anfang. Ende ungewiss. Ein neuer Einstieg in die Musik und die Geburt eines einzigartigen Stückes. Ein Stück das so noch nie gespielt wurde und wahrscheinlich genau so auch nie wieder gespielt werden wird. Und das macht es so einfach und auch so schwer.
Wir haben nur eine Melodie und wenn wir alle diese Melodie spielen wird das sehr schnell sehr eintönig. Also müssen wir experimentieren. Was könnte denn wer, wann, wo und wie noch dazu spielen. Spielen wir das ganze Stück oder vielleicht nur jeden zweiten Takt und was machen wir überhaupt. Nichts wird notiert sondern alles ausprobiert. Und das macht es für meine Musiker manchmal so schwierig. Wir sind es gewohnt genaue Vorgaben zu haben, alles notiert und genau beschrieben. Aber das bekommen sie nicht von mir.
Je länger wir nun zusammen proben desto freier werden meine Schüler und vor allem selbstständiger. Und genau darum geht es und genau das ist „Carl-s-son“

Der Name „Carl-s-son“ hat keine hintergründige Bedeutung.
Wir haben einen Namen für unsere Band gesucht und diesen gefunden.
Mich erinnert der Name an die Kinderserie „ Carlson auf dem Dach“. Der kleine Junge der fliegen kann und dem nichts wichtiger ist als frei zu sein.

Und wir nehmen uns die Freiheit diese Musik zu spielen, so wie wir es uns vorstellen.